Vegane Ernährung und das große Experten-Dilemma

Experten vegane Ernährung für Kinder

Vegane Ernährung bei Kindern – wie wichtig sind Nährstoffe wirklich?

Ich könnte diesen Beitrag wahrscheinlich 10.000 Seiten lang machen, weil ich dazu so viel zu sagen habe. Aber heute möchte ich dich mitnehmen auf ein kleines Gedankenspiel. Ein Experiment. Eine Einladung, Ernährung – gerade bei Kindern – einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

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Ansonsten hier die gekürzte Fassung, für alle, die lieber schnell lesen.


Was, wenn wir viel zu verkopft essen?

Es gibt Menschen, die leben in abgelegenen Klöstern, zum Beispiel im Himalaya. Sie leben meditativ, oft mit sehr einfacher, reduzierter Nahrung – und trotzdem wirken sie oft gesund, glücklich, klar.

„Ich weiß nicht genau, was tibetische Mönche essen – aber allein die Vorstellung, dass sie mit sehr wenig auskommen und dabei geistig wach und körperlich stabil sind, fasziniert mich.“

Natürlich ersetzt das keine fundierte Ernährungsberatung. Aber der Gedanke hat mich wachgerüttelt:
Wie sehr hängen Gesundheit und Zufriedenheit wirklich nur von Eiweiß, Magnesium oder Cholin ab?

Was ist mit dem Mindset, mit dem Lebensstil? Was ist mit innerem Frieden, Sonnenlicht, Atem, Naturverbundenheit?


Sind wir vielleicht zu abhängig von Expertenmeinungen?

Die Ernährungsszene ist voll von Ratschlägen, Studien, Zahlen, Tabellen, Empfehlungen. Aber wer entscheidet eigentlich, was für dich oder deine Kinder richtig ist?

„Du entscheidest, wer dein Experte ist.“

Ob es nun der Hausarzt ist, ein YouTuber, eine Heilpraktikerin oder dein Gefühl – am Ende glauben wir dem, dem wir vertrauen. Und dieser Glaube beeinflusst unser Verhalten und unser Erleben.

Deshalb finde ich Aussagen wie „Kinder brauchen unbedingt XY-Nährstoff“ gar nicht falsch – aber auch nicht absolut richtig. Es hängt davon ab, was du glaubst, wie du lebst und wie gut du beobachtest.


Was Kinder wirklich brauchen: Vertrauen & Beobachtung

Beobachten

Ich lebe mit meiner Familie vegan. Und ja – ich achte auf ein paar Dinge. Wir supplementieren Vitamin B12. Ich weiß grob, wo Magnesium oder Eisen drin ist. Aber ich glaube auch:

🌀 Kein Kind ist wie das andere.
🌀 Der Körper weiß oft, was er will.
🌀 Phasen mit „nur Brot“ sind nicht schlimm.
🌀 Du darfst locker bleiben.

Ein Beispiel:
Eine meiner Töchter liebt Cashewkerne. Die andere mag sie gar nicht. Muss ich jetzt die andere „überreden“? Nein. Ich beobachte. Ich vertraue. Und ich weiß: Das pendelt sich ein. Genau wie die Phasen, in denen sie fast nur Brot oder Brezen essen wollen.

„Und wenn dann wieder der Moment kommt, wo sie sagen: Jetzt will ich Brokkoli – dann ist das eben dran.“


Milch? Eier? Zucker? Mein ganz persönlicher Blick

Ich kann nicht anders, als es klar zu sagen:
Für mich ist Milch einfach nichts für Menschen. Es ergibt keinen Sinn, dass wir als Spezies Muttermilch von Kühen trinken sollen. Das ist für mich persönlich völlig absurd.

Hühnereier? Klar – sie sind nährstoffreich. Aber ich glaube, dass man auch ohne sie auskommen kann, wenn man bewusst isst. Ich glaube an Pflanzenvielfalt statt Tierprodukte. Punkt.

Und Zucker? Auch spannend.
Ich esse keinen Industriezucker – meine Kinder trotzdem manchmal. Nicht diesen Supermarkt-Schokokram, aber sie verlangen hin und wieder nach Süßem. Auch wenn ich es nie vorlebe.

„Ich esse ständig Avocado – meine Kinder würden sie ums Verrecken nicht essen.“
„Nur weil du etwas vorlebst, heißt das nicht, dass es automatisch übernommen wird.“


Wissenschaft ist nicht schlecht – aber nicht unfehlbar

Ein Beispiel: Früher galt Spinat als extrem eisenreich – bis man den Rechenfehler bemerkte. Solche Irrtümer zeigen:
➡️ Wissenschaft entwickelt sich.
➡️ Fehler gehören dazu.
➡️ Wir dürfen wachsam bleiben.

Ich finde Wissenschaft wichtig. Aber ich glaube auch: Wir sollten nicht alles blind übernehmen.


Fazit: Zwischen Vertrauen und Verantwortung

Ich glaube daran, dass eine halbwegs ausgewogene, mit ein bisschen Liebe geplante vegane Ernährung für Kinder absolut möglich ist.

Wichtiger als Perfektion sind für mich:

  • Beobachtung
  • Vertrauen
  • Offenheit
  • Verbindung zum Kind
  • Und ein gesundes Bauchgefühl

Und am Ende bleibt meine Haltung ganz einfach:

„Wir sind keine Ernährungsberater. Wir sind Eltern. Und das reicht oft.“


Vegane Ernährung für Kinder – meine ganz persönliche Sicht – Originalfassung

Das Thema vegane Ernährung für Kinder ist wahnsinnig komplex – und interessanterweise auch extrem emotional. Warum eigentlich? Ich finde es total spannend, dass sich die meisten Menschen, die ich persönlich kenne, so gut wie gar keine Gedanken über ihre Ernährung machen. Manche schon, aber eher in geringem Umfang. Doch sobald es um vegane Ernährung für Kinder geht, gibt es plötzlich ganz viele selbsternannte Experten.

Schon das Thema „vegane Ernährung“ allein ist für viele ein Reizthema. Aber wenn es dann auch noch um Kinder geht – herzlichen Glückwunsch! Dann wird’s richtig spannend.

Wir haben uns nie gezielt für eine vegane Ernährung unserer Kinder entschieden. Wir haben uns für eine vegane Ernährung für uns entschieden – aus einem ethischen und moralischen Gedanken heraus. Mehr dazu gibt es übrigens auf unserer Seite unter „Warum wir vegan leben“.

Kurz gesagt: Wir möchten die Tiere einfach in Ruhe lassen. Es geht nicht um klassischen Tierschutz, sondern um den einfachen Gedanken: Ich lasse die Menschen in Ruhe, also lasse ich auch die Tiere in Ruhe. Ich möchte sie nicht essen, nicht nutzen, nicht besitzen. Punkt.

Unsere Kinder leben deshalb – logischerweise – auch vegan. Denn es würde für uns keinen Sinn machen, ihnen andere Werte vorzuleben als die, die wir für uns selbst gewählt haben.

Natürlich ist es uns wichtig, dass unsere Kinder gesund aufwachsen. Die große Frage ist nur:

Was bedeutet eigentlich „gesund“?

Und wie weit geht dieses Gesundsein? Denn zu einem gesunden Leben gehört doch viel mehr als nur Ernährung. Klar, eine ausgewogene Ernährung ist die Basis – aber auch ein gesundes Mindset, Bewegung, Lebensfreude, emotionale Sicherheit. Das alles gehört dazu.

Wir möchten unseren Kindern unsere Werte mitgeben – so wie es andere Eltern auch tun. Ich unterstelle auch niemandem, dass er seine Kinder manipuliert oder bewusst beeinflusst. Eine omnivore Familie wird wahrscheinlich auch nicht sagen: „Es ist uns superwichtig, dass wir alles essen!“ – sie tun es einfach. Weil sie es gewohnt sind. Weil sie hungrig sind. Weil es schmeckt.

Und ganz ehrlich: Uns geht’s da nicht anders.

Wir sind keine Super-Ökos, keine Heiligen. Wir achten schon sehr auf unsere Ernährung – aber nicht 24/7. Wir leben auch nicht nur von Brokkoli und Hirsebrei. Wir essen auch mal Ersatzprodukte. Weil wir Lust drauf haben. Und ja, die sind nicht immer gesund. Aber das Leben ist mehr als Nährwerte und Inhaltsstoffe.

Trotzdem kommt oft genau da der erste Vorwurf: „Vegan? Und dann auch noch bei Kindern?! Da fehlt doch alles!“ – Proteine, Eisen, Vitamin B12, Zink… das volle Programm. Besonders beliebt ist übrigens der Satz: „Und woher kriegst du dann dein Eiweiß und dein Protein?“ – Ähm ja. Eiweiß = Protein. Ein und dasselbe. Außer, man meint wirklich das Ei von der Henne.

Es ist spannend:

Plötzlich wissen alle ganz genau, was gesunde Ernährung ist. Dann kommt: „Eisen ist wichtig!“ – und wenn ich frage, woher sie denn ihr Eisen bekommen, heißt es: „Na, aus Fleisch.“ Okay. Aber z. B. Hühnerfleisch enthält so gut wie kein Eisen. „Ach echt?“ – Und schon zeigt sich: Das Wissen stammt meist aus Bruchstücken, die irgendwo mal aufgeschnappt wurden. Es geht oft mehr ums Argumentieren als ums echte Wissen.

Ich glaube auch nicht, dass das böse gemeint ist. Viele Menschen fühlen sich einfach ganz schnell angegriffen. Wenn ich sage, dass ich vegan lebe, rechtfertigen sie sich automatisch – ohne dass ich etwas gesagt hätte. Da heißt es dann: „Ich esse ja auch kaum Fleisch. Vielleicht ein- bis zweimal die Woche.“ Und im nächsten Satz: „Naja, abends halt mal eine Salami, mittags Wiener, morgens ein Schinkensemmel…“ – Und ich denke mir: Ist doch okay. Aber wieso dieser Rechtfertigungszwang? Ich bin doch nicht der Papst!

Ich beobachte das oft: Menschen fühlen sich angegriffen oder verunsichert, wenn sie mit unserer Lebensweise konfrontiert werden – obwohl wir gar nichts fordern oder bewerten. Vielleicht liegt es daran, dass sie sich selbst gar nicht so viele Gedanken über ihre Ernährung machen, aber tief in sich wissen, dass sie es vielleicht sollten.

Und ja, ich gestehe:

Auch ich zweifle manchmal. Auch ich frage mich, ob vegane Ernährung wirklich das Beste für meine Kinder ist. Ich liebe sie unendlich – natürlich will ich nur das Beste für sie. Und trotzdem verzichte ich bei ihnen auf Fleisch, Milch, Eier und Fisch – aus ethischen Gründen.

Das ist ein innerer Konflikt. Aber wir leben im Jahr 2025. Es gibt so viele Möglichkeiten, Kinder auch ohne tierische Produkte gut zu versorgen. Wir haben bis heute kein einziges Mal ein Blutbild machen lassen. Das heißt: Ich weiß nicht mit hundertprozentiger Sicherheit, ob sie perfekt versorgt sind. Aber ich sehe es: Unsere Kinder wachsen. Sie gedeihen. Sie sind gesund, munter, fröhlich, lebendig. Und das ist für mich aktuell Beweis genug.

Versteht mich nicht falsch: Ich verstehe den Wunsch nach Sicherheit absolut. Ich bin selbst ein sicherheitsliebender Mensch. Aber in diesem Fall verlasse ich mich auf mein Gefühl – und auf unseren ganzheitlichen Weg.

Denn unsere Entscheidung für ein veganes Leben ist nur ein Teil davon. Wir impfen unsere Kinder auch nicht. Wir verwenden keine Medikamente – oder nur im absoluten Ausnahmefall. In den letzten Jahren haben sie vielleicht zweimal Fiebermittel bekommen. Und trotzdem sind sie kerngesund.

Das soll kein Vorwurf sein. Es geht nicht darum, dass andere etwas falsch machen. Es geht darum, dass viele sich einfach nicht wirklich mit diesen Themen auseinandersetzen – aber sehr schnell Kritik üben, wenn jemand es anders macht.

Und das finde ich spannend: Wie kann man etwas so kritisch sehen, über das man selbst gar nicht wirklich nachgedacht hat?


Die Sache mit den Experten

So, nun kommt der schwierigere Part. Von den Experten, die man so in seinem eigenen persönlichen Umfeld hat, mal abgesehen, gibt es ja dann auch die offiziellen – anerkannten, mehr oder weniger anerkannten oder eben auch überhaupt nicht anerkannten – Experten.

Denn auch da draußen, in der realen Welt, verstehen sich so viele Menschen als Experten. Da gibt es diese ganzen wissenschaftlichen Experten, es gibt Ernährungsberater, es gibt Ärzte, es gibt Big Pharma, es gibt… schieß mich tot – von A bis Z alles Mögliche.

Und wenn man ein bisschen auf eigene Faust recherchiert, stellt man relativ schnell fest: Da sind viele Unstimmigkeiten. Die sind sich alle nicht einig.

Ganz spannend ist auch: In einem Land ist vegane Ernährung etwas ganz Tolles, in einem anderen Land aber überhaupt nicht wirklich empfehlenswert. Das ist wie mit so vielen anderen Themen – die einen sagen so, die anderen sagen so.

Mag sein, dass es ein grundlegendes Wissen gibt, auf dem sich alle irgendwo aufbauen. Dass alle sagen: „Naja, wissenschaftlich angesehen ist nun mal Tatsache, dass der Mensch Eiweiß braucht.“ Könnte man so stehen lassen.

Wissenschaft – aber wessen?

Meine Problematik dahinter ist: Wer schafft Wissen? Wer ist das? Was sind das für Menschen, für Institutionen? Wer steckt dahinter? Wer bezahlt dieses Wissen? Wer entscheidet, welches Wissen überhaupt nach außen dringt?

Ich frage mich häufig: Wie wahr sind die Aussagen unserer heutigen Wissenschaft eigentlich wirklich? Und wer ist der Experte? Wie funktioniert das Ganze?

Ich bin sehr kritisch in meinem Denken – nicht nur bei Ernährung, sondern allgemein. Und auch hier frage ich mich: Wo gibt es Interessenkonflikte? Was steckt einfach immer noch so dahinter?

Ich glaube schon, dass es eine gewisse Wissenschaft gibt, die Dinge erforscht. Dass man z. B. sagen kann: „Okay, wir haben untersucht, wie sich Vitamin B12 aufbaut“ oder „Dieses oder jenes Vitamin unterstützt diesen oder jenen Prozess im Körper“ – klar.

Aber wir wissen doch auch, dass man lange Zeit dachte, das eisenhaltigste Lebensmittel wäre Spinat. Und am Ende kam raus: Ups, war ein Fehler. Spinat ist gar nicht so eisenhaltig wie gedacht. War nur ein Kommafehler oder Rechenfehler oder was auch immer.

Die Wahrheit von heute ist der Irrtum von morgen

Darauf will ich hinaus: Wir glauben heute ganz viel, aber was, wenn das einfach morgen nicht mehr gilt?

Ein anderes Beispiel: Gluten. Man weiß mittlerweile, dass es Glutenunverträglichkeiten gibt, dass es Zöliakie gibt, eine Allergie auf Gluten. Und trotzdem behaupten offizielle Medien oft noch, Gluten sei total unproblematisch. „Essen Sie ruhig weiter Ihr Weißbrot – alles easy.“

Während andere Stimmen schon sagen: „Naja, eigentlich ist Gluten nicht so geil.“ Manche meinen sogar, es wäre besser, komplett auf Gluten zu verzichten – auch ohne Unverträglichkeit.

Und da sieht man wieder: Die einen sagen so, die anderen sagen so.


Gedankenspiele, Mönche und Milch

So. Ich könnte diesen Blogbeitrag hier 10.000 Seiten lang machen, weil ich da echt viel Meinung zu habe. Aber faktisch ist es einfach so: Lieber Leser, liebe Leserin – ich gehe gerne noch einen Schritt weiter.

Denn dieses Gedankenspiel finde ich wahnsinnig faszinierend: Es gibt Menschen, die leben zum Beispiel in Tibet, in einem Kloster, als Mönch. „Ich habe keine fundierten Daten zur Ernährung tibetischer Mönche – aber der Gedanke, dass sie vielleicht mit wenig Nahrung auskommen und dabei gesund und zufrieden sind, fasziniert mich. Es zeigt mir: Gesundheit ist mehr als Nährstoffe.“

Aber ich stelle mir vor, dass deren Ernährung eher simpel, eher wenig ist – und trotzdem scheinen diese Menschen wahnsinnig glücklich und gesund zu sein.

Wie gesagt: Es ist ein Gedankenspiel. Keine fundierte Wissensdarlegung, einfach nur eine Idee.

Es gibt eben Menschen, die wenig essen. Sehr wenig sogar. Und trotzdem sind sie gesund. Und glücklich. Und da frage ich mich: Ist es vielleicht doch nicht das Essen allein, das entscheidend ist? Ist es vielleicht das Mindset, der Lebensstil, die innere Haltung, die entscheidend ist?

Wenn du meine Texte hier verfolgst, weißt du: Ich bin ein riesiger Fan von Joe Dispenza und all den Menschen, die solche Dinge in die Welt bringen. Letztendlich läuft es doch immer auf einen Satz hinaus: Du bist, was du denkst.

Und die Frage ist dann: Wie sehr leidet dein Körper wirklich darunter, wenn du mal weniger Eiweiß zu dir nimmst? Oder wenn du gerade nicht optimal mit Vitamin B12 versorgt bist? Oder nicht perfekt abgestimmtes Cholin oder Magnesium bekommst?

Ist das alles wirklich so entscheidend für deine Gesundheit?

Lass das mal als Gedankenspiel so stehen.


Zurück zur veganen Ernährung – und zur Realität mit Kindern

Kommen wir zurück zur veganen Ernährung und der „Kindersache“.

Ich fasse jetzt einfach mal meine Gedanken aus all dem hier zusammen:

Unterm Strich geht es um etwas ganz Simples:

Du entscheidest, wer für dich ein Experte ist.
Du glaubst, zu wissen, wer ein Experte ist.

Wenn du einen tollen Hausarzt oder eine tolle Hausärztin hast, der oder der du voll vertraust – und die Person sagt dir: „Nehmen Sie dieses Präparat, das ist gut für Sie“ – und du bist überzeugt davon, dann wird das für dich wahrscheinlich auch genau das Richtige sein.

Denn du hast dich dafür entschieden, das zu glauben.

Wir alle suchen uns aus, was wir glauben – und von wem wir es glauben. Das ist unsere Realität. Und deshalb ist es auch so schwer, von außen zu beurteilen, „wer jetzt die echten Experten sind“.

Denn du entscheidest, wem du glaubst. Und das tust du sowieso – ganz automatisch.

Ich für meinen Teil glaube daran, dass eine halbwegs ausgewogene und ein bisschen geplante vegane Ernährung nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder gut und gesund sein kann – wenn man ein paar Basics beachtet.

Zum Beispiel: Vitamin B12 supplementieren.
Oder: Beobachten, was das eigene Kind überhaupt isst.

Denn jedes Kind ist unterschiedlich.
Die eine Tochter liebt Cashewkerne, die andere mag keine Cashewkerne.
Dann kriegt halt die eine mehr Magnesium, die andere weniger.

So einfach. So individuell.

Natürlich haben auch unsere Kinder ihre Phasen.
Manchmal würden sie am liebsten nur noch Brot essen.
Brot, Brot, Brot. Breze. Breze. Und nochmal Brot.
Ja, dann ist das halt so. Dann essen sie halt Brot.

Und dann – plötzlich – kommt wieder die Phase, in der sie Brokkoli wollen. Oder Kichererbsen. Oder Bohnen. Oder Linsen. Oder was auch immer.
Ich bin überzeugt: Kinder, die noch nicht so sehr von äußeren Informationen und Verunsicherungen geprägt sind wie wir Erwachsenen, wissen intuitiv, was ihr Körper gerade braucht.


Und noch was zur Milch und den Eiern

Ich kann es nicht anders sagen: Milch ist einfach nicht für den Menschen gedacht. Punkt.
Für mich ist das totaler Quatsch.

Mir kann keiner erzählen, dass Milch von Kühen oder Ziegen irgendetwas ist, das der Mensch braucht. Das ergibt einfach keinen Sinn.
Dann müssten wir ja von Anfang an direkt neben einer Kuh gelebt haben. Das ist… sorry, aber das ist einfach… Glaube ich nicht.

Hühnereier?
Ja, da glaube ich tatsächlich, dass sie sehr nährstoffreich sind.
Ich glaube, dass sie vieles leisten können für den Körper.
Aber ich glaube eben auch, dass man – wenn man bewusst isst – auch ohne Eier gut auskommen kann.

Vielleicht klappt das nicht für jeden. Vielleicht klappt es nicht immer. Aber ich persönlich bin überzeugt, dass es möglich ist.


Und noch ein Mythos zum Schluss

Es gibt da draußen diese Aussage: „Kinder essen automatisch das, was du ihnen vorlebst.“

Also… ja. Schön wär’s.
Aber das ist – sorry – einfach nur Geplapper von irgendwelchen selbsternannten Experten.

Ich esse ständig Avocado. Wirklich: ständig.
Und meine Kinder? Werden ums Verrecken keine Avocado essen.

Selbst wenn ich sie kleinhacke, püriere und in irgendeine Soße reinschmuggle – und ich meine, Avocado hat jetzt wirklich nicht den krassesten Eigengeschmack – sie merken das. Und essen es nicht.

Und ich esse auch keinen Zucker. Wirklich nicht.
Und trotzdem – ja, natürlich! – kommen meine Kinder ab und zu und wollen etwas Süßes.
Nicht den Hardcore-Zucker-Schokoladenscheiß – aber halt einfach etwas Süßes.

Also… auch da: Realität vs. Theorie.


Mein Fazit?
Vielleicht ist das nicht jedermanns Meinung.
Aber es ist meine. ❤️



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